Kindesentfremdung: Ein Plädoyer

Leider werden immer mehr Kinder bewusst oder unbewusst von einem Elternteil ausgegrenzt. Wie auf dieser Seite beschrieben, wirken die die seelischen und psychischen Folgen oftmals ein Leben lang auf die entfremdeten Kinder. Die Wahrscheinlichkeit, dass die in ihrer Kindheit von EKE (Eltern-Kind-Entfremdung = PA = Parental Alienation) betroffenen Eltern später ihre eigenen Kinder entfremden ist deutlich höht gegenüber in der Kindheit nicht entfremdeter Kinder.

Meines Erachtens sind die Entfremdungsgründe vielschichtig. Neben einer Verletztheit/Hass aus der Trennung heraus, gibt es kulturelle, oftmals auch psychische Gründe (wie z.B. Persönlichkeitsstörungen und vielen Weitere).

Das Ergebnis ist leider mindestens immer ein (psychisch) misshandeltes Kind.

Das überholte und nicht mehr zeitgemäßen Familienrecht in Deutschland (und auch Österreich und der Schweiz) bedarf dringend einer Überarbeitung, weg vom kontradiktorischen, zu einem kindzentrierten Familienrecht. Zum Beispiel lässt sich mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht in Deutschland in vielen Bereichen das auf dem Papier vorhandene gemeinsame Sorgerecht unterlaufen und aushebeln.

Jedes entfremdete Elternteil, sofern noch in der Lage dazu, kann mit sachlichen Informieren seines Umfeldes und dem Umfeld der Kinder (Schule, Verein, Kindergarten, Hausärzte, Freunde und Arbeitskollegen etc.) helfen diese PSYCHISCHE KINDESMISSHANDLUNG in der Gesellschaft unter Ächtung zu stellen. Damit wird den oftmals vom Entfremder benutzten subtilen Entfremdungsmechanismen (die von außenstehenden Dritten nicht erkennbar sind) eine mögliche Plattform genommen.

Persönlich habe ich positive und helfende Erfahrungen auch mit Selbsthilfegruppen wie z.B. dem Väteraufbruch für Kinder e.V. gemacht, der sich mit seinen ehrenamtlichen Helfern für die entfremdeten Kinder und entfremdete Väter und Mütter sehr stark einsetzt.

Unterstützen auch Sie Organisationen die zukünftigen Kindergenerationen eine Entfremdung ersparen wollen!
Möglichst gleiche Erziehungsanteile beider Elternteile (= WUNSCH DES KINDES/KINDER WÄHREND DES TRENNUNGSZEITPUNKTES!!!) helfen Entfremdungen entgegenzutreten: Ein von beiden Eltern in einer KOOPERATIVEN ELTERNSCHAFT gelebtes WECHSELMODELL ist meiner Einschätzung zufolge förderlich für jedes Kind!

Es schreibt Ihnen ein Vater, der nach über 8 Jahren Umgangsverfahren zum Schutz des gemeinsames Sohnes, trotz mehrerer eindeutiger Gutachten mit fehlende Bindungstoleranz, erheblicher Erziehungsunfähigkeit hinsichtlich der Umgangsproblematik und psychischer Problematiken des entfremdenden Elternteils, derzeit auf weitere mögliche Umgangsverfahren verzichtet und ein von beispielsweise Frau Dr. Behrendt empfohlenes aktives Warten hofft.

Never, never, never give up.

Frank

Kindesmanipulation sind doch nur Einzelfälle!

Ich bin selbst Vater von vier Kindern und erleben Kindesmanipulation quasi live und in Farbe.

Ob es dabei aber um Einzelfälle geht oder um die Masse der Fälle ist fraglich.

Wie kommt man überhaupt darauf, dass es nur Einzelfälle sein können?

Man glaubt, wenn man sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt, dass es nur wenige Ausnahmen sind, in denen die Kinder als Waffe eingesetzt oder manipuliert werden, um vermeintlich „nur im Interesse der Kinder“ zu handeln. Eines vorweggeschickt, es ist NIEMALS im Interesse der Kinder, diese zu manipulieren oder zu benutzen, ganz gleich wie gut gemeint oder zu deren Schutz dringend notwendig es sein soll. Jedwede Manipulation hinterlässt Risse in der Seele eines Kindes und irgendwann zerpringt sie.

  • Kindesmanipulation hinterlässt keine äußeren Zeichen, wie bei Schlägen, darum fällt sie nicht direkt ins Auge.
  • Man hört in den Medien kaum etwas zu dem Thema, darum existiert es nicht.
  • Kindesmanipulation wird bagatellisiert, weil es „den Kindern ja nicht wirklich schadet“. Eine Aussage von Jemandem, dem die Studien über Spätfolgen nicht geläufig sein können.
  • Niemand möchte sich eingestehen, dass ein Elternteil so etwas seinen eigenen Kindern antun würde.
  • Die vermeintlichen Vorwürfe, wie Misshandlung und Häusliche Gewalt, entsprechen oft dem öffentlichen Bild und werden nicht hinterfragt.

Wie unterschiedlich die Gründe auch sein mögen, man stößt nicht gleich auf das Thema und es ist nicht überall präsent. Ist es daher aber auch nicht vorhanden?

Ich habe mich eingehend allein nur mit den Auswertungen des Statistischen Budesamtes befasst. Hierbei kann man in den Dokumenten der Rechtspflege einen sehr eindeutigen Trend erkennen. In nahezu 89% der vor den Familiengerichten verhandelten Sorgerechtsprozesse, erhält bundesweit nicht der Vater das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Hierbei variieren die Zahlen für die Prozesse, in denen der Vater das Sorgerecht erhält zwischen 8 und 11 %. Die Fälle in denen die Kinder Dritten in Obhut gegeben werden (also weder der Mutter, noch dem Vater) entspricht ca. 36%. Damit erhalten die Mütter in etwa 53 bis 61% der strittigen Entscheidungen an den Familiengericht das Sorgerecht für die Kinder. Was kann man diesen Zahlen entnehmen? Grundsätzlich sagt diese Statistik aus, dass die Väter in Deutschland scheinbar so ungeeignet sein müssen, die gemeinsamen Kinder zu erziehen, dass es noch besser ist, diese in Obhut des Staates zu geben, statt die Väter ihren Versorgungswünschen und -pflichten nachkommen zu lassen. Hierbei sollte selbst dem ungeübten Leser klar werden, dass das nicht sein kann. Neun von zehn Vätern bei streitigem Sorgerecht sind ungeeignet? Wohl eher nicht. Es muss also eine andere Erklärung geben und die liegt meist in den Dunkelziffern.

Ich möchte hier nochmal festhalten, dass Kindesmanipulation kein Mütterdelikt ist. Es kommt ebenso vor, dass Väter ihre eigenen Kinder als Waffe zum Selbstzweck einsetzen. Es ist nur anhand dieser Statistik wesentlich einfacher abzuleiten, dass es auch andere Gründe geben muss, dass ein Elternteil ausgegrenzt wird.

Wenn es also irgendeinen anderen Grund geben mag, dass Väter bei streitigen Trennungen weniger oft das Sorgerecht erhalten, dann muss dieser in der Eignung liegen. In den Statistiken des Bundesamtes sind weiterhin die Fälle in denen eine Schutzmaßnahme gem. §1666 BGB vorliegt, hauptsächlich gegen den Vater gerichtet. Insoweit muss man davon ausgehen, dass „rein nach der Statistik“ etwa 70% der Väter eine Bedrohung für das Kindeswohl sind. Wenn dem tatsächlich so wäre, dann müsste man ernsthaft darüber nachdenken sicherheitshalber sämtliche Kinder in Deutschland vor den Vätern, die sie zur KiTa bringen, für sie kochen, ihnen Geschichten erzählen und auf der Schaukel anstoßen, zu schützen.

Aber mal Polemik beiseite. Wie man an den Ausführungen sieht, kommt es in einer Vielzahl der offiziellen Fälle, ohne die Dunkelziffer zu berücksichtigen, zu einem Vorwurf gegen den Vater, der zu dessen „Entsorgung“ durch das Gericht führt. Hierbei ist es häufig der Vorwurf der Kindesmisshandlung, der durch den anderen Elternteil (in dieser Statistik die Mutter) vorgebracht wird. Um diesen vor Gericht zu untermauern, wird dann, in Ermangelung von handfesten Beweisen, auf die Aussagen der Kinder ein besonderer Wert gelegt. Jetzt ist der gedankliche Schritt nicht mehr weit, dass einem Elternteil, der den anderen durch falsche Vorwürfe aus dem Leben der Kinder als Betreuung herausdrängen will, nur die Aussagen der Kinder innerhalb einer Anhörung im Weg stehen könnten, sich der Manipulation dieser bedient. Und genau das ist der Fall. Es handelt sich daher kaum um „wenige Einzelfälle“, wie es in Argumenten gegen diese Seite immer wieder angeführt wird, sondern um eine Vielzahl von Fällen. Laut den Erhebungen von Stoppt Trennungsmonster! ergab sich ein empirischer Wert von fast 43 Fällen pro Tag in Deutschland, bei denen die Kinder durch gezielte Aussagen manipuliert werden.

Kindesmanipulation ist kein Einzelfall. Es ist keine zu vernachlässigende Anzahl. Und es ist keinesfalls etwas, das ohnehin keine relevante Auswirkung auf Kinder hat.

Kindesmanipulation ist zu 100% Misshandlung.

Toni